Bündnis für frühkindliche Kulturelle Bildung startet Pilotprojekt

Angehende Erzieher*innen der Fachschule für Sozialpädagogik - Fröbelseminar hospitieren an der Zürcher Hochschule der Künste

Mit einer Reise von Hamburg nach Zürich startete das Pilotprojekt für kulturelle Früh-Bildung. Zehn Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik begleiteten Schweizer Theaterstudierende vor Ort und sammelten künstlerischen Input für die Arbeit mit Kindern unter sechs Jahren.

Mehrere Partner aus Bildung, Wissenschaft und Kunst haben sich zusammengetan, um Kunst und Kultur in der frühkindlichen Bildung stärker zu etablieren. Das Bündnis nennt sich „Kollektiv Umordnung“: Alles ist schon da, es wird nur neu gedacht, verknüpft und „umgeordnet“.

Das Kollektiv Umordnung setzt bei der Ausbildung der Erzieher*innen und Kindheitspädagog*innen an. Es sollen ästhetisch-kulturelle Module entwickelt werden, die sich in die Ausbildung integrieren lassen. Dabei steht das Experimentieren mit künstlerischer Praxis im Vordergrund. Durch den unmittelbaren Kontakt mit künstlerischen Ausdrucksweisen entwickeln die angehenden Erzieher*innen im besten Fall ein stärkeres Gespür für Kreativität und eine eigene kulturelle Haltung. Dies hilft ihnen bei ihrer späteren Arbeit mit den Kindern beim gemeinsamen Erkunden von Tanz, Theater, Kunst und Musik.

Staatsrat Rainer Schulz von der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung unterstützt das Projekt: „Wir müssen nicht nur an der Quantität sondern kontinuierlich an der Qualität der Kinderbetreuung arbeiten“, sagt er. „Ästhetische Bildung sollte ein Bestandteil der Bildung für alle in der frühen Kindheit sein; hierfür benötigen wir entsprechend geschulte Fachkräfte, die wir in den Berufsschulen ausbilden“.

Die Erfahrungen der Schüler*innen in Zürich werden nun ausgewertet und es sind weitere Treffen und Aktionen geplant. Zu den Partnern des Kollektivs Umordnung zählen in Hamburg die Stiftung Kindergärten Finkenau, die Gabriele Fink Stiftung, die Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik – Fröbelseminar, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften, das Kulturzentrum Kampnagel, die Lola Rogge Schule für Tanz/Berufsfachschule für Tanzpädagogik und in Zürich die Hochschule der Künste mit dem Fachbereich Theaterpädagogik.

 

Pressekontakt:

Johanna Kühne, Kühne Projekte

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